Lilian Harvey

Geboren am 19. Januar 1906 als Lilian Helen Muriel Pape in London, England, gestorben am 27. Juli 1968 in Juan-les-Pins, Frankreich. Zu jung, zu schnell, zu viel. Lilian Harveys Stern stieg wie rasend in den nachtschwarzen Kinohimmel. Den Absturz in Bedeutungslosigkeit und Vergessen hat sie nie verwunden.
1928 bekommt sie von der Ufa den bis dahin am höchsten dotierten Vertrag, den je eine Schauspielerin erhalten hat. In den folgenden Jahren wird sie gemeinsam mit Willy Fritsch zum Traumpaar des deutschen Films. „Die drei von der Tankstelle“ und „Der Kongress tanzt“ sind zwei der erfolgreichsten Filme in Deutschland vor dem zweiten Weltkrieg. Mit 25 geht sie nach Hollywood aber der große Durchbruch bleibt ihr dort verwehrt.
Als sie nach Deutschland zurückkehrt, haben die Nazis die Macht übernommen. Weil sie sich für den verhafteten jüdischen Choreografen Jens Keith einsetzt, werden ihre Filme verboten und ihre Arbeit erschwert. Den Vertrag mit der Ufa muss sie dennoch erfüllen. Nach Ausbruch des Krieges flieht sie in die USA.
Nach Ende des Krieges kehrt sie nach Europa zurück. Der Versuch ihre Filmkarriere in Deutschland wieder zu beleben scheitert. Ehemals das Idol von Millionen, findet sie kein Publikum mehr. Vermögen und Besitz sind verloren oder liegen unerreichbar hinter dem neu entstandenen Eisernen Vorhang. Lilian Harvey gerät in Vergessenheit.
Kurt Will hat Lilian Harvey 1960 in ihrem Haus in Südfrankreich besucht. Er findet eine Frau vor, die mit ihrer Vergangenheit nicht abschließen kann und sich immer mehr der Gegenwart verweigert.
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